Die koreanische (K-Beauty) und japanische (J-Beauty) Hautpflege gelten in Österreich wie weltweit als besonders durchdacht, wenn es um schonende Exfoliation geht. Reinigungspeelings aus diesen Pflegeroutinen sind weder grob noch reizend. Sie wurden entwickelt, um abgestorbene Hautschüppchen behutsam zu lösen, die natürliche Regeneration der Haut zu unterstützen und das Hautbild glatter, frischer und aufnahmefähiger für weitere Pflegeprodukte zu machen.
Warum Peeling ein wichtiger Teil der Gesichtspflege ist
Auf der Hautoberfläche sammeln sich mit der Zeit abgestorbene Zellen, Talg und Schmutzpartikel an. Das kann zu einem fahlen Teint, verstopften Poren oder einer schwächeren Wirkung der nachfolgenden Pflege führen. Ein Peeling hilft, diese Ablagerungen sanft zu entfernen und trägt dazu bei:
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die Hautstruktur sichtbar zu verfeinern
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die Poren zu klären
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den Teint frischer und ebenmäßiger wirken zu lassen
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Pflegeprodukte besser einziehen zu lassen
K-Beauty und J-Beauty bevorzugen Exfoliation, die wirksam ist, aber die natürliche Hautschutzbarriere keinesfalls überfordert.
Die wichtigsten Arten koreanischer und japanischer Peelings
1) Mechanische Peelings (Scrubs)
Enthalten feine Partikel, die beim sanften Massieren abgestorbene Hautzellen lösen.
Eigenschaften:
Tipp:
Lieber sanfte Rezepturen wählen, zum Beispiel mit Reispuder oder fein vermahlenen natürlichen Partikeln.
2) Chemische Peelings (AHA, BHA, PHA)
Arbeiten ohne Körnchen und entfernen abgestorbene Zellen mithilfe von Säuren.
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AHA-Säuren (Glykolsäure, Milchsäure) – glätten und bringen mehr Ausstrahlung
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BHA (Salicylsäure) – reinigt die Poren gezielt und reduziert Unreinheiten
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PHA – sehr mild, daher auch für empfindliche Haut bestens geeignet
Diese Form der Exfoliation ist in koreanischen Reinigungsprodukten weit verbreitet.
3) Enzympeelings
Besonders typisch für die japanische Gesichtspflege. Sie werden durch Wasser aktiviert und wirken mit natürlichen Enzymen, etwa aus Papaya oder Ananas.
Vorteile:
4) Peeling-Gele
Ein Klassiker der K-Beauty. Beim Einmassieren bilden sich kleine „Röllchen“, die abgestorbene Hautschüppchen und oberflächliche Rückstände aufnehmen.
Merkmale:
So wendet man Peeling richtig an
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Zuerst das Gesicht abschminken und mit einem normalen Reiniger waschen.
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Eine kleine Menge Peeling auf die gereinigte Haut auftragen.
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Mechanische Peelings sanft einmassieren, chemische kurz einwirken lassen (gemäß Herstellerangaben).
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Mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen.
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Anschließend eine feuchtigkeitsspendende Pflege verwenden — exfolierte Haut nimmt Wirkstoffe besonders gut auf.
Wie oft ein Peeling sinnvoll ist
Die ideale Häufigkeit hängt vom Hauttyp und vom Peeling ab:
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Enzympeelings können öfter verwendet werden
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AHA-/BHA-Peelings reichen meist 1–2 Mal pro Woche
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mechanische Peelings sollten sparsamer eingesetzt werden, um Irritationen zu vermeiden
Wichtig ist, auf die eigenen Hautbedürfnisse zu achten und das Pflegeverhalten danach anzupassen.
Worauf man achten sollte
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Nach dem Peeling unbedingt Sonnenschutz (SPF) auftragen, da die Haut sensibler auf UV-Strahlung reagieren kann.
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Starke Wirkstoffe wie Säuren und Retinol gleichzeitig zu verwenden, kann empfindliche Haut reizen.
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Bei trockener oder reaktiver Haut sind Enzympeelings oder PHA-Säuren meist die verträglichste Wahl.