Ein hochwertiger Sonnenschutz ist wichtig. Noch wichtiger ist jedoch, ihn richtig anzuwenden. Viele Menschen investieren in ein gutes SPF-Produkt, tragen jedoch unbewusst zu wenig davon auf oder vergessen, den Schutz im Laufe des Tages zu erneuern. Das Ergebnis: Die tatsächliche Schutzwirkung fällt oft geringer aus, als das Produkt eigentlich bieten könnte.
Gerade die Art der Anwendung gehört zu den häufigsten Gründen, warum Sonnenschutz nicht so gut wirkt, wie erwartet. Die gute Nachricht ist jedoch: Mit einigen einfachen Regeln lässt sich der Sonnenschutz deutlich verbessern.
Wie viel Sonnenschutz sollte man also verwenden? Wann sollte er aufgetragen werden? Und ist es auch an einem gewöhnlichen Arbeitstag notwendig, SPF erneut aufzutragen?
Der auf der Verpackung angegebene SPF-Wert bezieht sich auf eine genau definierte Produktmenge, die unter Laborbedingungen verwendet wurde.
Trägt man deutlich weniger auf, kann die tatsächliche Schutzleistung entsprechend geringer ausfallen. Das bedeutet, dass selbst ein Sonnenschutz mit SPF 50 nicht den erwarteten Schutz bietet, wenn er in zu geringer Menge verwendet wird.
Regelmässigkeit und die richtige Anwendung sind deshalb genauso wichtig wie die Wahl des passenden Produkts.
Eine der häufigsten Fragen betrifft die richtige Menge an Sonnenschutz.
Für Gesicht und Hals werden häufig etwa zwei Fingerlängen Produkt empfohlen. Diese Methode ist zwar nicht bei allen Verpackungsarten und Texturen gleich exakt, bietet aber eine einfache Orientierung für den Alltag.
Wichtig ist, ausreichend Produkt gleichmässig auf der Haut zu verteilen.
Zu wenig SPF gehört zu den häufigsten Ursachen für einen unzureichenden Schutz vor UV-Strahlung.
Sonnenschutz sollte immer der letzte Schritt der morgendlichen Hautpflegeroutine sein.
Nach der Gesichtsreinigung sowie Serum und Pflegecreme wird der Sonnenschutz aufgetragen. Erst danach folgt das Make-up.
So bleibt die schützende SPF-Schicht auf der Hautoberfläche erhalten und kann optimal wirken.
Eine typische Morgenroutine sieht daher so aus:
Reinigung → Serum → Creme → SPF → Make-up
Wer eine feuchtigkeitsspendende SPF-Pflege verwendet, kann diese je nach Hautbedürfnis in manchen Fällen auch anstelle der Tagescreme verwenden.
Viele fragen sich, ob nach dem Auftragen von SPF eine Wartezeit notwendig ist.
In den meisten Fällen genügt es, den Sonnenschutz kurz einziehen zu lassen, damit sich eine gleichmässige Schutzschicht bilden kann. Je nach Textur kann dies unterschiedlich lange dauern.
Wenn Make-up danach krümelt oder sich schlecht verteilen lässt, liegt dies meist eher an der Kombination verschiedener Texturen als am Sonnenschutz selbst.
Oft hilft es, die Produkte in dünneren Schichten aufzutragen oder besser aufeinander abgestimmte Formulierungen zu verwenden.
Das hängt davon ab, wie Sie Ihren Tag verbringen.
Wer längere Zeit draussen ist, Sport treibt oder stark schwitzt, sollte den Sonnenschutz regelmässig erneuern. UV-Filter können sich mit der Zeit abbauen oder mechanisch von der Haut entfernt werden.
An einem normalen Arbeitstag in Innenräumen ist eine häufige Erneuerung meist nicht erforderlich.
Entscheidend ist vor allem, wenn Sie längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Bei längerem Aufenthalt im Freien wird häufig empfohlen, den Sonnenschutz etwa alle zwei Stunden zu erneuern.
Ebenso sollte SPF nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder dem Abtrocknen des Gesichts mit einem Handtuch erneut aufgetragen werden.
Wie oft dies tatsächlich notwendig ist, hängt jedoch von der Intensität der Sonneneinstrahlung, der Aufenthaltsdauer im Freien und Ihren Aktivitäten ab.
Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein Sonnenschutz, der zu den tatsächlichen Bedingungen passt.
Viele fragen sich, wie sich der Sonnenschutz tagsüber erneuern lässt, wenn das Gesicht bereits geschminkt ist.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manche verwenden einen SPF-Stick, andere bevorzugen leichte Fluids oder Sonnenschutz-Sprays, die speziell für die Auffrischung entwickelt wurden.
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist vor allem, eine Variante zu finden, die sich problemlos in den Alltag integrieren lässt.
Denn auch eine nicht ganz perfekte Erneuerung ist meist besser als gar keine.
Beim Auftragen von Sonnenschutz werden bestimmte Gesichtspartien häufig übersehen.
Dazu gehören insbesondere:
Gerade diese Bereiche sind der Sonne oft genauso stark ausgesetzt wie der Rest des Gesichts.
Eine sorgfältige Anwendung ist deshalb genauso wichtig wie die richtige Produktmenge.
Ja. Moderne Sonnenschutzprodukte sind in der Regel so formuliert, dass sie problemlos unter Make-up getragen werden können.
SPF sollte immer den letzten Schritt der Hautpflege bilden, bevor dekorative Kosmetik aufgetragen wird.
Make-up mit integriertem SPF ersetzt jedoch in der Regel keinen separaten Sonnenschutz, da es meist nicht in ausreichender Menge verwendet wird, um den angegebenen Schutz tatsächlich zu erreichen.
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
Oft haben gerade diese kleinen Gewohnheiten einen grösseren Einfluss auf den Sonnenschutz als die Marke des Produkts selbst.
Die richtige Anwendung von SPF ist genauso wichtig wie die Wahl des passenden Produkts. Selbst ein hochwertiger Sonnenschutz kann keinen vollständigen Schutz bieten, wenn er in zu geringer Menge aufgetragen oder im Laufe des Tages nicht erneuert wird.
Die tägliche Verwendung von SPF gehört zu den wirksamsten Schritten einer guten Hautpflegeroutine. Die richtige Anwendung sorgt dafür, dass Ihre Haut genau den Schutz erhält, den sie benötigt.
Denn in der Hautpflege entscheidet oft nicht nur, was Sie verwenden – sondern auch, wie Sie es anwenden.